Alpenüberquerung

Tag 0 (03.08.2021)

Schon einige Zeit beschäftigte ich mich mit dem Gedanken die Alpen zu Fuß zu überqueren und nun war es soweit. Allerdings musste ich von Gritti etwas angeschubst werden, da ich mich vor lauter Arbeit nicht richtig um die passende Tour gekümmert hatte. Also stundenlang das Internet befragt und festgestellt, dass ich zu spät dran war mit einer Buchung. Klar, ich hätte die Tour allein machen können, aber für das erste Mal ist eine geführte Tour wohl doch besser, was sich dann später auch so herausstellte. Nachdem ich noch einen Anbieter (aus dem Kleinwalsertal) gefunden hatte, der zu meiner zeitlichen Verfügbarkeit passte, wurde die Vorfreude angestoßen.

Tja, was nehme ich mit und wie schwer soll der Rucksack sein? Auch hier gibt es ohne Ende gute und weniger gute Informationen im Internet. Jedenfalls war klar, dass ich einen neuen Rucksack brauche, da der bisher genutzte doch zu klein war. Ich habe mich dann für den Gregory Katmai 55 entschieden. Nun noch schnell einen Hüttenschlafsack (bis 15°C) gekauft, der Rest der Ausrüstung war ja vorhanden. Ist ja schließlich nicht die erste Alpenwanderung und die eine oder andere Hüttenübernachtung hatten wir schon durchgeführt.

Gritti konnte diesmal nicht dabei sein, aber sie hat ganz doll mitgefiebert: ob es mir gefällt und ob ich heil wiederkomme.
Kurz vor dem Beginn der Reise kam die Nachricht der Bergschule, die Tour musste mangels Teilnehmern abgesagt werden. Och nee, nun wieder suchen, um irgendwo noch rein zu kommen. Und tatsächlich habe ich noch einen Platz bei der Bergschule „Aktiv am Berg“ können. Puh, Glück gehabt. Schließlich habe ich mich darauf gefreut. Die Tour ist die klassische Tour von Oberstdorf nach Meran, auch wenn es davon wohl sehr viele unterschiedliche Varianten gibt. Die von der Bergschule gewählte Variante hat mir gefallen, nur die dazwischenliegenden Fahrstrecken hätten kürzer und die Tour dafür einen Tag länger sein können.

Diesmal bin ich mit dem Zug nach Oberstdorf gefahren, auf die lange Autofahrt hatte ich keine Lust. Es hat auch alles geklappt, mit einem Sparticket konnte ich zum ersten Mal im ICE nach München in der ersten Klasse fahren. Von München ging es mit einem Regionalzug nach Oberstdorf. Leider wurde mit jedem Kilometer das Wetter schlechter. Es war ja so angesagt, aber müssen denn die Meteorologen diesmal richtig liegen?! Nun gut, nach der Ankunft mein Hotel gesucht. Die Tour ging erst am nächsten Morgen los und da wollte ich ausgeschlafen sein. Das Gästehaus „Haus Immenhof“ war sehr nett, vor allem der Gastwirt. Beim Einchecken stellte er fest, dass wir am gleichen Tage Geburtstag hatten, und somit war ich ihm gleich sympathisch. Das Frühstück war lecker, so kann der Tag beginnen. Super fand ich, dass man sich am Tisch belegte Brötchen für die Tour machen konnte, was in vielen Hotels nicht gern gesehen wird.

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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