Auf alten Schmugglerpfaden

Das Wetter sollte heute traumhaft werden, Sonne satt mit wenig Wind und guten Sichtweiten. Also haben wir uns für die Tour zum Monte Moro-Pass entschieden. Der Pass war früher, und vielleicht auch heute noch, ein Schmugglerpfad.

Mit dem Bus sind wir gleich morgens 9 Uhr zum Mattmark-Stausee gefahren. Die sich aufbauende Staumauer baute sich bedrohlich vor einem auf. Nachdem wir die Endstation erreicht hatten gab uns der freundliche Busfahrer noch den Hinweis mit auf den Weg, dass der letzte Bus um 18:26 Uhr fährt, dann erst wieder um 8:26 Uhr am nächsten Morgen. Nun gut, unsere Tour sollte 6 Stunden dauern, wir hatten also noch 3 Stunden Puffer eingebaut.

Über dem Staudamm sind wir dann in Richtung Osten gelaufen, um dann irgendwann immer bergan ins Ofental aufzusteigen. Dabei hatten wir schon schöne Blicke auf die 4000er Gruppe gegenüber vom Stausee, sowie die Gletscher, die wir schon selbst überquert hatten.

Nach einiger Zeit hatten wir dann das Ofental verlassen und sind das Tal-Ende hinaufgestiegen. Das war ganz schön kräftezehrend, so dass wir dann doch eine Pause machen mussten. Auch haben wir uns dann längere Kleidung übergeworfen, da die Sonne uns sonst einen kräftigen Sonnenbrand verpasst hätte. Im Hochgebirge wirkt sie deutlich stärker. Nach ein paar Klettereinlagen an Ketten und Stahlstufen haben wir dann den Pass erreicht.

Wollgras
Aufstieg zum Pass

Oben angekommen auf 2.853 m bot sich wieder ein schöner Ausblick. Außerdem waren wir nun in Italien. Leider fuhr die Seilbahn nicht, dann hätten wir noch ins Tal hinab fahren können. Also haben wir stattdessen die Aussicht genossen. Das gegenüberliegende und über 4.600 m Höhe Monte-Rosa-Massiv war schon gewaltig. Man hatte uns gesagt, dass es nur an wenigen Tagen im Jahr frei von Wolken wäre. Heute war so ein Tag.

Monte-Rosa-Massiv

Die Italiener hatten hier oben eine etwas kitschige Marien-Statue, statt eines Gipfelkreuzes aufgebaut.

Nach kurzem Picknick haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Wir waren wegen der Fotostopps und dem Genießen der Landschaft schon etwas im Verzug und hatten noch die mahnenden Worte des Busfahrers im Ohr.

Also mit schnellen Schritten ins Tal in Richtung Stausee. Unterwegs habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, weshalb die Kühe hier ausgerechnet immer auf den Weg schei… müssen. Man musste deren Hinterlassenschaften immer wieder umgürten, während sie uns etwas gelangweilt hinterher schauten.

In der Talsohle angekommen waren wir dann doch deutlich abgeschlafft. Aber der Stausee musste noch umrundet werden, zumindest bis zur Staumauer. Wir waren nun schon 2 Stunden im Verzug, also hieß es das Tempo etwas zu steigern. Die Füße taten aber schon weh, aber wie sagt man so schön: soweit die Füße tragen.

Bis ganz nach vorn mussten wir noch.

Vorbei an einem großen Wasserfall und durch 2 Tunnel hindurch haben wir dann die Busstation erreicht. Nach über 32.000 Schritten.

Der Postbus ins Hotel

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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