Der perfekte (Urlaubs)-Tag

Eigentlich sollte heute zum Nachmittag das Wetter schlechter werden, wir haben uns deswegen wieder für das Wetter von meinem Handy entschieden. Da wurde es nicht so schlecht vorhergesagt. Wegen der anstrengenden Wanderung vom Vortage waren wir auch damit beschäftigt unsere Wunden zu lecken. Wir hatten beide Rücken und Füße!!! Deshalb heute nur leichte Gehversuche.

Nach dem Frühstück sind wir erst mal von Saas-Almagell nach Saas-Grund gelaufen, immer schön am Gletscherbach entlang mit der Sonne im Rücken. Die Ruhe im Tal ist einfach herrlich, ab und zu hat man ein Auto gehört, aber ansonsten nur die Geräusche der Natur. Auf dem Weg sind wir an einer Freiluft-Kapelle vorbei gekommen.

Vorbei an einem idyllisch gelegenen Campingplatz sind wir dann nach ca. 1 Stunde in Saas-Grund angekommen, um dort den Bus den Berg hinauf nach Saas-Fee zu nehmen.

Gritti inmitten von Blümchen

In Saas-Fee angekommen wollten wir uns das Treiben in dem kleinen Ort anschauen, denn heute war die sogenannte Genußmeile. Entlang der Hauptstraße waren jede Menge Stände und Tische aufgebaut, an denen man die unterschiedlichsten Leckereien der Schweiz probieren konnte. Überall spielte auch volkstümliche Musik und die Einwohner waren in den verrücktesten Trachten gekleidet. Am Nachmittag gab es dann auch einen Wettbewerb wer die schönste Tracht anhatte. Es war ein Spaß da zuzuschauen und zuzuhören. Die Leute haben sich in schwitzerdütsch unterhalten, was wir natürlich nicht verstanden haben. Angesteckt von dem fröhlichen Treiben haben wir uns gleich jeder etwas Trachtenklamotten gekauft. Für Gritti ein Dirndl-Oberteil und für mich ein Trachtenhemd! Das musste sein!

Original Ski-Bekleidung der 20er Jahre

Nachdem wir das Fest passiert hatten wollten wir noch etwas hinauf und sind mit der Seilbahn zuerst zum „Spielboden“ hinaufgefahren (2.448 m). Nach kurzem Aussicht genießen ging es dann weiter hinauf auf den 2.870 m hohen Längsfluh. Hier war man dann umgeben vom Fee-Gletscher. Und wir konnten wieder auf den Allalin schauen. Richtig tolle Aussichten konnten wir genießen. Man kann nicht genug bekommen. Auf der Hochfährt habe ich den Seilbahnführer gefragt, ob es für nicht langweilig ist immer das Gleiche zu sehen. Nein, war seine Antwort. Früher hat er in Zürich in einer Fabrik gearbeitet und ist froh nun in den Bergen zu sein. Kann ich nachempfinden.

Blick ins Tal nach Saas-Fee
Allalinhorn (4.027 m), welches wir hoffentlich besteigen können.
Vor dem Fee-Gletscher
Ein paar Drohnenbilder waren Pflicht
created by dji camera

Oben angekommen sind wir einen kleinen Rundweg abgelaufen, haben Picknick gemacht und mein Spielzeug fliegen lassen. Nach dem Genießen der Aussicht sind wir wieder in Richtung Seilbahn gelaufen, da wir am „Spielboden“, also eine Station tiefer, noch Murmeltiere füttern wollten. Angeblich sollen die relativ zutraulich sein. Wir hatten auch ein bißchen Studentenfutter dabei, also Kalorien für den Winter. Nach ein paar Minuten haben wir tatsächlich auch welche gesehen und eines davon hat tatsächlich aus der Hand gefressen. Gritti konnte dem kleinen Kerl sogar mal kurz über die Nase streicheln.

Wer bist Du denn?, schien er zu fragen.

Gritti hat sich vor lauter Grinsen gar nicht mehr eingekriegt. Sie sind aber auch putzig anzusehen.

Mit der letzten Seilbahn um 16:15 Uhr sind wir dann talabwärts gefahren. Eigentlich wollten wir nach Hause laufen, haben uns dann aber doch für den Bus entschieden, da wir beide wieder fußlahm waren.

Saas-Fee im Tal

In Saas-Almagell angekommen, haben wir unsere 3 letzten Kekse an die Enten und Gänse am Dorfteich verfüttert.

Nun hatten wir auch Hunger und heute sollte es im Hotel Fondue geben. Boah, war das lecker und richtig toll angerichtet. Also der Abschluss eines perfekten Tages mit viel Sonne, guter Laune, freundlichen Leuten und tollen Eindrücken.

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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