Everglades

In der vergangenen Nacht war das Wetter etwas rauh, Gritti meinte sogar es hätte gewittert. Habe nichts gehört,  habe geschlafen. Am Morgen schien jedenfalls die Sonne, also schnell Kaffeemaschine an, kurz gekämmt und Badelatschen angezogen und an den Strand. Die See hatte heute eine „steife Brise“ , an baden war somit nicht zu denken. Mir egal,  hab es mir im Liegestuhl bequem gemacht und mitleidig den Strand-Joggern hinterher geschaut. Nee, wäre mir zu anstrengend.  Gritti hat derweil einen Strandspaziergang gemacht. Und dabei jede Menge „Schätze“  gesammelt, also Muscheln, bunte Steine und so’n Kram. Zwischenzeitlich haben wir uns dann noch das Treiben der Möven an-, sowie dem Schatzsucher (ausgestattet mit Metalldetektor, Kopfhörern und anderen komplizierten Geräten) hinterhergeschaut. 

Schnabel in den Wind
Schatzsucher, was auch immer er suchte

Nach diesen 2 Stunden hatten wir dann wieder Lust auf Unternehmungen. Also diesmal in die Everglades, einem riesigen Sumpfgebiet mit Skelettwäldern und Seegraswiesen. Wenn man das Gebiet mal gesehen hat, dann möchte man dort nicht ausgesetzt werden.  Zuerst also zum Shark Valley. Keine Ahnung was es mit Haien zu tun hat, aber egal.  Dort angekommen stellten wir fest, dass es geschlossen war, weil der letzte Hurrikan die Einrichtungen doch etwas demoliert hatte und das Gebiet immer noch unter Wasser stand. Ein Stück weiter waren dann einige Stationen, wo man mit einem sogenannten Airboot durch die Mangroven-Wälder und Seegraswiesen brettern kann. Airboote sind ganz flache Boote mit einem riesigen Propeller hinten dran, welcher von einem Flugzeugmotor angetrieben wird.  Da wir Alligatoren sehen wollten, haben wir dankend abgelehnt, da die Dinger einen Höllenlärm machen und eher dafür gedacht sind, die Leute zu bespaßen. Ok, was dann? So richtig Lust auf eine längere Autofahrt hatten wir nicht, aber wenn wir schon mal hier sind… Also weiter in Richtung Süden zum Everglades Nationalpark.

Ab hier 38 Meilen durchs Sumpfgebiet

Skelettwald, mit Nebel noch mystischer
Nein, das ist kein Baumstamm
Wir haben uns gegenseitig beobachtet
Das etwas andere Verkehrsschild

Unterwegs sind wir an riesigen Feldern und Baumschulen vorbeigekommen.  Dabei haben wir auch eine Plantage für Weihnachtssterne gesehen. Nun wissen wir endlich wo die Dinger herkommen. Bis zum Ende von Florida (Flamingo Visitor Center ist dort) sind wir gefahren und haben – tatsächlich – Alligatoren gesehen. Sowie 2,3 Manatees. Am Straßenrand saßen auch jede Menge Geier, die uns irgendwie komisch beäugt haben. In dem Moment fiel mir ein, dass der Sprit für den Rückweg knapp werden könnte. Nachdem uns dann ein Schwarm Moskitos in die Flucht geschlagen hatte haben wir den Rückweg angetreten. Die Strecke an Miami vorbei kennen wir ja mittlerweile ganz gut…

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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