Natchez

Nach der Nacht im Himmelbett der Südstaaten-Villa Momound in Natchez haben wir uns entschlossen eine Führung durch die anderen Räume mitzumachen. Vom Hotel wurde das kostenlos angeboten. Allein die komplette Kulisse um das Hotel mit den alten Bäumen,  die mit Spanisch Moos behängt waren, war faszinierend. Unser Guide, Joshua, ein junger Texaner, hat das ganz gut gemacht. Uns hat danach zwar der Kopf geglüht, weil wir uns wegen des Englischen extrem konzentrieren mussten, aber langsam bleiben einige Vokabeln hängen.  Es dauert halt etwas, ganz taufrisch sind wir nicht mehr.

Kurz danach saßen wir in einem roten Doppeldecker-Bus mit dem wir eine Stadtrundfahrt gemacht haben, als Hop-on/Hop-off-Tour. Natchez ist ein kleines feines Städtchen am Mississippi,  etwas verschlafen vielleicht, dafür ist Downtown gut zu erlaufen. Auf den Straßen waren auch nur Touristen unterwegs, Einheimische waren kaum zu sehen.  Natürlich führte uns der Weg auch zum Fluß,  ich wollte unbedingt die Hand ins Wasser halten. War für mich ein bewegender Moment, hatte fast schon Pippi in den Augen. Der Mississippi hat durch die Geschichten aus meiner Kindheit einen Platz eingenommen,  der nicht zu nehmen ist. Erinnerungen an die DDR-Comics der Digedags, in denen es oft um Reisen in die Südstaaten ging, trugen dazu bei.

Am späten Nachmittag haben wir dann alles etwas ruhiger angegangen, sprich vom Gartenstuhl auf dem kleinen Teich des Hotel-Anwesens geschaut. Natchez haben wir rein touristisch abgehandelt.

Zum Abend der Höhepunkt: wir haben uns etwas fein gemacht und  zum Dinner im Restaurant 1818 des Hotels Platz nehmen dürfen.  Essen war lecker, ok, mein Schwager wäre nicht satt geworden, aber für uns war es ausreichend. Während des Essens gab es musikalische Begleitung eines Pianisten. Er kam an jeden Tisch und auch wir durften uns was wünschen.  Pour Elise war unser Favorit, bloß gut, das Gritti in Musik besser aufgepasst hat als ich. Ich muss sowas googeln. Kurzum, ein schöner Abend in einer schönen Südstaatenkulisse.

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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