Ochsenkopf und andere Rindviecher

The same procedure as every day! Also früh, so kurz nach 7 Uhr das Wetter gecheckt, heißt aus dem Fenster geschaut. Hmm, heute war es bewölkt. Soll der Wetterumschwung nun doch eher kommen? Für die Alpen ist ja Schnee angesagt.

Egal, nach dem Lifting im Bad zum Frühstück und danach in die Wanderklamotten. Heute dann doch was leichtes, so als kleine Pause zwischen den großen Touren. Deshalb wollten wir heute unter 2.000 m bleiben. Wir haben uns die Besteigung des Ochsenkopfes 1.662 m ausgesucht.

Mit dem Auto sind wir zur Talstation der Seilbahn nach Bolsterlang gefahren. Dort 31 € bezahlt und ab nach oben. Oben angekommen waren schon wie an den anderen Tagen jede Menge Menschen unterwegs. Wo kommen die bloß alle her? Nach kurzer Beratung welchen Weg wir gehen wollen, haben wir uns gleich für die steilste Steigung entschieden. Auf einem Bergkamm, vorbei an Kuhweiden, ging es immer weiter in Richtung Gipfel. Unterwegs konnten wir Gleitschirmflieger beim Starten und Gleiten beobachten. Ich glaube das mache ich auch mal.

Nach gut 30 Minuten haben wir den ersten Gipfel, den Weiherkopf (1.665 m) erreicht. Um das Gipfelkreuz zu erreichen musste ein Hindernisparcours von Kuhfladen überwunden werden. Mein Gott, war das ein „beschissener“ Weg. Direkt vor der Aussichtsbank ein riesiger Kuhfladen. Die Aussicht selbst war wieder schön, so ins Tal hinein mit den Dörfern. Meine Drohne konnte ich wegen der Menschenmassen wieder nicht fliegen lassen.

Ist doch ein schöner Ausblick, oder !?

Nach dem kurzen Fotostopp ging es erstmal bergab, um dann kurz darauf wieder bergan zu schnaufen. Gritti hat zwischenzeitlich wieder ein gutes Tempo bergauf erreicht. Nach gut 50 Minuten haben wir den Ochsenkopf 1.662 m erreicht. Die Aussicht war nicht so der Kracher, man konnte gut auf bewaldete Hügel schauen.

Auch hier haben wir uns nicht lange aufgehalten, nur kurz auf die Wanderkarte geschaut, um den nächsten Abschnitt zu besprechen. Durch einen dichten Fichtenwald mit Pilzen ohne Ende und einigen Brombeersträuchern, von denen wir genascht haben, ging es steil bergab in Richtung Bergstation der Seilbahn.

Was für ein schöner Steinpilz. Musste aber stehen bleiben!

Von der Seilbahnstation wollten wir dann nicht runterfahren, sondern doch laufen. Erst zur Zwischenstation, vorbei an bimmelnden Kühen, die einfach mal so auf dem Weg rumstehen.

Zwei Rindviecher, die sich mögen.

Kurz hinter der Zwischenstation haben wir eine Rast bei der Ornach-Alpe eingelegt. Die Sonne schien und man konnte von der Terrasse schön ins Tal schauen. Die haben dort einen leckeren Kuchen angeboten, bei dem wir nicht Nein sagen konnten. Während Gritti sich ein heißes Schneewasser hat schmecken lassen habe ich meinen Mut zusammen genommen und Buttermilch mit Früchten probiert. Bin ja nicht so der Milchtrinker und Buttermilch schon gar nicht, aber Freunde von uns schwören drauf. Nun ja, war gar nicht so schlecht, aber mein Favorit wird es nicht. Wahrscheinlich zu gesund!

Nach dieser Rast ging es zuerst auf ruhigen Waldwegen und dann über Kuhweiden zum Sonderdorfer Kreuz weiter. Ein dort quengelndes Kind hat uns von dort ganz schnell vertrieben und es ging weiter zur Talstation der Seilbahn. Dort konnten wir wieder unsere Schuhe wechseln. Auf dieser leichten Tour habe ich mir doch tatsächlich 2 Blasen erlaufen.

Reifenwechsel
Nur gucken, nicht anfassen.

Wir sind dann wieder in Richtung Hotel gefahren, vorher aber noch zu dem kleinem Café von gestern, um dort mein Brillenetui abzuholen, welches ich gestern dort habe liegen lassen. Man wird mit der Zeit doch etwas tüddelich. Dann noch ein Stück weiter in Richtung Baad im Kleinwalsertal. Wir haben ein Fotomotiv gesucht, welches wir vor 10 Jahren geschossen hatten. Wir machen Picknick am Straßenrand und im Hintergrund ist eine Kirche. Genau den Punkt haben wir gesucht, aber leider nicht gefunden. Naja, dafür hatten wir ein wenig Sightseeing.

Nach dem Abendessen im Hotel habe ich den Fehler gemacht Gritti zu einer Runde „Skipbo“ einzuladen. Sie hat gewonnen! Ich bin eben ein Guter…??

Übrigens, geregnet hat es erst zum Abend.

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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