Trient (Trento)

Da wir gestern schon wussten, dass der heutige der wettertechnisch schlechteste Tag werden sollte, haben wir uns entschieden dahin zu fahren, wo schönes Wetter ist. Bozen (Bolzano) kannten wir schon, deshalb hatten wir uns für Trient (Trento) entschieden. Auch wenn es fast 2 Stunden Autofahrt waren, so waren wir der Meinung, dass es sich lohnen würde. Unsere Hotelwirtin war noch nie in Trient, somit konnte sie uns keine Tipps geben. Also sind wir auf blauen Dunst gefahren. Immer Richtung Süden auf der Brenner-Autobahn (vorher Ticket an der Mautstation gezogen) haben wir Trient im leichten Regen erreicht. Eigentlich sollte hier die Sonne scheinen! Bäh!

Einen günstigen Parkplatz haben wir schnell erreicht. Für 5,20 € konnte ich 6 Stunden parken, und das im Stadtzentrum. In Berlin wäre mehr als das dreifache fällig! Vom Parkplatz durch eine Unterführung waren wir gleich in der Altstadt. Das erste was vor uns stand war die St. Maria Maggiore-Kirche.

Kurz reingeschaut, aber bald wieder raus, da sie innen so dunkel war, dass man denken könnte, man wäre in der Hölle. Boah, da würde ich als Pfarrer Depressionen bekommen. Gleich um die Ecke und nur 100 m entfernt war der Markplatz (Piazza Duomo). So stelle ich mir Italien vor!

Ein schöner Marktplatz mit ehrwürdigen Dom, welchen wir uns leider noch nicht von innen anschauen konnten, da in Italien auch der liebe Gott seine Mittagsruhe einhält. War nicht schlimm, wir sind durch die Altstadt geschlendert und haben uns die prächtigen Häuser angeschaut. An einigen waren auch Tafeln angebracht auf den man etwas über die Geschichte erfahren konnte. Und das sogar in deutsch! Immerhin gehörte Trient mal zum deutschen Herrschaftsgebiet. An der Touristen-Info haben wir uns einen Stadtplan geben lassen und weiter durch die Altstadt in Richtung Castello del Bounconsiglio gelaufen.

Vorher haben wir wie die Italiener Mittag gemacht und sind in eine Pizzeria eingekehrt. Mal eine richtige Pizza in Italien essen. Sie war lecker, aber unser Stamm-Italiener in Berlin (Il Fratelli) macht die Pizza genauso gut. Kurz danach waren wir im Castello, einem ehemaligen Bischhofssitz, angekommen. Für 20 € Eintritt haben wir uns das Castello angeschaut. Leider hat die Zeit nicht gereicht, um uns alles genau anzuschauen. Allerdings haben es uns die Deckenmalereien und Freskenbilder angetan. Nach einer Audioguide-Tour zu den Freskenbildern standen wir im Burggarten. Es war warm, 24 Grad, und die Sonne schien. Geht doch! Zurück zur Altstadt haben wir einen anderen Weg genommen, wieder durch hübsche Straßen und enge Gäßchen.

Vorbei an einer Einkaufsmeile sind wir wieder am Dom an der Piazza Duomo und dem Neptunbrunnen angekommen. Man merkte, dass jetzt – so gegen 17 Uhr – das Straßenleben in Italien begann. Die Cafés wären gefüllt und mehr Menschen auf der Straße. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, dann wären wir länger geblieben und hätten das Treiben aus einem Café aus beobachtet. Aber wir wollten uns noch den Dom anschauen.

Prächtig ausgestattet war er, da merkt man, dass die katholische Kirche Geld hat. Vorbei an kleinen, aber liebevoll eingerichteten, Geschäften ging es zurück zum Parkplatz. Ich hatte ja schon Angst, dass ich einen Strafzettel am Auto habe, da ich die Parkzeit schon um 40 Minuten überschritten hatte, aber wir hatten Glück. Wahrscheinlich sitzt das Ordnungsamt auch schon im Café.

Auf dem Rückweg bin ich dann mal falsch abgebogen und sind einer Seitenstraße der Brennerautobahn Richtung Bozen (Bolzano) gefolgt. An einem der Weinberge, die rechts der Straße waren, haben wir einen Stopp gemacht, um die dicken Trauben zu kosten. Aber lieber Finger weg, die sind eingewachst. Aber schön sahen sie aus.

Irgendwann haben wir dann die Auffahrt zur Autobahn erreicht. Starker Rückreiseverkehr der süddeutschen Bundesländer hat für hohes Verkehrsaufkommen gesorgt und tatsächlich standen wir kurzzeitig auch im Stau. Dafür konnten wir die vielen Burgen rechts und links der Autobahn anschauen.Mit den über 2.000 m hohen Bergen war das schon ein tolles Bild.

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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