Zermatt

Nach dem gestrigen Super-Sonnentag war heute das Wetter dann doch nicht so schön, die Wolken hingen schon morgens tief, so dass es sich nicht lohnte weit hinauf zu fahren oder zu wandern. Geplant hatten wir nach Zermatt zu fahren, allerdings war uns bewusst, dass wir das Matterhorn nicht sehen werden. War aber nicht so schlimm, da wir es ja bereits vom Allalin-Horn gesehen hatten. Weiter in Richtung Norden waren die Berge etwas freier und die Sonne schien dort auch mehr. Der Wetterbericht sagte aber eine Schlechtwetterfront aus Nordwesten voraus, so dass es dort auch nicht lange dauern würde bis das Wetter schlechter werden würde. Also sind wir nach Zermatt gefahren bzw. nur bis Täsch, einem Ort vor Zermatt. Ab dort war es nicht möglich mit dem Auto nach Zermatt zu fahren, da Zermatt für den Individualverkehr gesperrt war.

Zermatt, Bahnhofsvorplatz
Shopping- und Restaurantmeile

Wir haben unser Auto im Parkhaus abgestellt, welches direkt am Bahnhof war. Schnell zwei Tickets für insgesamt 32 CHF gelöst und in den Zug eingestiegen. Nach kurzer Fahrt durch einige Tunnel sind wir in Zermatt angekommen. Es waren viele Menschen unterwegs, viele mit Rollkoffern und großen Taschen. Vor dem Bahnhof standen die kleinen E-Autos der verschiedenen Hotels bereit, um ihre Gäste samt Gepäck abzuholen. Wir haben erst mal die Touristeninfo angesteuert und gefragt was wir hier so machen können, wenn wir heute keinen Blick auf das Matterhorn erhaschen können. Die freundliche Dame am Schalter hat uns den alten Dorfkern und die Gorner-Schlucht empfohlen. Das hörte sich doch gut an, da Gritti schon immer mal in einer richtigen Klamm wandern wollte. Also entlang der Bahnhofsstraße an vielen Geschäften mit Luxusartikeln und Touristenshops sind wir in Richtung Schlucht gelaufen.

Nach einem mühsamen Aufstieg (uns taten doch noch die Beine von gestern weh), haben wir den Eingang erreicht. 10 CHF für beide bezahlt und in die Schlucht abgestiegen. Auf schmalen Holzstegen, die an der Wand der Schlucht befestigt waren, sind wir über dem schmalen Gletscherbach gelaufen. Vorsichtig hat Gritti über das Geländer geschaut. Nach einiger Zeit haben wir das Ende der Schlucht erreicht und sind einen schmalen Waldweg entlang gewandert. Nach einer kurzen Picknickpause haben wir die Wanderung zur Seilbahnstation Furi entschieden.

Nennt man Stadeln
Im Hintergrund liegt Zarmatt

Die Wolken wurden nun immer dichter und wir überlegten, ob wir mit der Seilbahn ins Tal fahren oder doch lieber laufen. Ach, wir sind doch nicht aus Zucker, haben wir gedacht und haben uns für den Weg zu Fuß, immer unterhalb der Seilbahn verlaufend, entschieden. In Zermatt angekommen setzte dann auch stärkerer Regen ein, also ein richtiges Sauwetter.

Wenigstens ist uns das Lachen nicht vergangen

Na gut, ein guter Zeitpunkt für den Rückweg. Am Bahnhof angekommen, hatten wir noch 20 min. Zeit und haben ein Schokoladengeschäft entdeckt. Und das sah alles so lecker aus, dass wir uns 100 g von einer der Schokoladenplatten abbrechen lassen haben. Hmm, war die gut!

Alles Schoki

Nachdem wir unser Auto wieder erreicht haben, sind wir auf direkten Wege ins Hotel gefahren. Wir haben zumindest unser Tagesziel von 10.000 Schritten erreicht.

Nach dem Abendessen sind wir dann nochmal ins Nachbardorf Saas-Grund gefahren und haben an einem „Sagenabend“ teilgenommen. Im ältesten Gasthof des Dorfes las der evangelische Pfarrer alte Sagen der Walser vor. Bei Kerzenschein und einem Glas Rotwein erzählte er neben den gesammelten Geschichten auch noch von dem Leben der Walser (Einwohner des Kantons Wallis). Wir fanden es toll und spannend. Auch haben wir wieder etwas dazu gelernt. Zum Beispiel weshalb die Stadeln (Scheunen und Vorratshäuser) immer erhöht gebaut sind und mit einem Granitteller abgestützt sind. Ganz einfach: damit die Mäuse nicht eindringen können…

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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