Der erste Gipfel

Wir hatten nun heute vor unsere erste größere Wanderrunde auf einen Gipfel durchzuführen. Das Wetter war zumindest für heute als annehmbar angekündigt. Aber oh weh, der Blick aus dem Fenster versprach nichts Gutes. Wieder alles grau und verregnet. Trotzdem, heute wird gewandert!!! Ab 10 Uhr sollte das Wetter auch besser werden, wenn man WetterOnline glauben schenken wollte. Nach dem Frühstück ab ins Auto und nach Innichen gefahren, knapp 25 km von Oberrasen entfernt. Unsere Tour sollte uns auf den 2.130 m hohen „Gantraste“ führen. Ein Gipfelkreuz mit einer super Aussicht lockte zu dieser Tour. Die ersten 500 m Höhenmeter haben wir mit einem Sessellift erklommen.

Danach führte uns der Weg durch einsame Fichtenwälder, die von tief hängenden Wolken durchzogen wurden. Und unterwegs regnete es hin und wieder. Vor mich hinfluchend über das gräßliche Wetter und darauf hoffend bald über der Wolke zu sein und somit die Sonne wieder zu sehen stapfte ich Gritti hinterher. Sie hat mich immer wieder aufgebaut, dass der Regen doch nicht so schlimm sei. Ich wollte ja daran glauben.

Maier-Kaser
Was für ein WETTER

Kurz hinter der geschlossenen Bergalm „Maierkaser“ bogen wir auf einen steilen Anstieg ab ohne auch nur den Gipfel zu erahnen. Nach fast 2 Stunden hatten wir dann den Gipfel erreicht, ein paar Höhenmeter davor mussten wir noch ein paar Schafe vertreiben. Die blöden Viecher sch…. doch immer wieder auf den Weg. Am Gipfel angekommen standen wir wieder in einer Wolke und somit war von der Landschaft nichts zu sehen. Och Mensch! Wenigstens wollten wir uns ins Gipfelbuch eintragen.

Nachfolgende Wanderer werden uns noch bedauern, dass wir an solch einem Tage überhaupt die Idee hatten hier hoch zu steigen. Nach ein paar Fotos vor dem Gipfelkreuz gaben die Wolken ein wenig die Sicht auf das „Haunoldt“-Massiv frei. Was für ein Anblick! Einschüchternd wirkten die Gipfel wegen der unmittelbaren Nähe auf uns. Mit den durch Wolkenfetzen verdeckten Zinnen wirkten sie noch bedrohlicher. Auf dem 2.966 m hohen Gipfel stand ebenfalls ein Kreuz, nur wusste ich, dass der Berg mit meiner Ausrüstung nicht zu erreichen war. Musste ja auch nicht, obwohl der Reiz da war.

Der Blick in die andere Richtung führte ins Tal woher wir gekommen waren, das Pustertal. Auch ein schöner Blick. Unter uns tat sich auch ein Regenbogen auf. Wann hat man schon mal einen Regenbogen ? unter sich, meist doch nur über einem?! Dafür hat sich der Aufstieg doch gelohnt.

Nachdem ich mich kaum vom Anblick des Gebirgsmassivs trennen konnte, sind wir ein paar Meter tiefer gestiegen, um eine windgeschützte Ecke fürs Picknick zu finden. Außerdem war der „Gipfelschnaps“ fällig. Dreißig Minuten später waren wir dann auf dem Rückweg. Vorbei an einem großen Murgang sind wir talwärts gewandert.

Die letzten 30 Minuten wurden ganz schön lang. Immerhin hatte ich 19.500 Schritte erlaufen, bei Gritti waren es einige Tausend mehr. Woran das wohl liegt…?? Vorbei an der Jora-Alm ging es zum Parkplatz zurück. Wir waren dann doch etwas fußlahm und wollten nur noch in die Sauna, um die Knochen zu erwärmen und unsere Wunden zu lecken. Morgen wird auf Sparflamme gewandert….

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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