Tom Sawyer und Huckleberry Finn

Als kleiner Junge hatte ich die Geschichte von Tom Sawyer und Huckleberry Finn gelesen, natürlich aber auch schon einiges davon vergessen,  aber die Beschreibungen vom Mississippi sind geblieben.  Wer hätte mal gedacht, dass ich genau dort selbst sein werde. Manchmal muss ich mich kneifen, um zu wissen, dass es wahr ist.

Jedenfalls sind wir gut gestartet von Memphis in Richtung Natchez, einer kleinen Stadt etwas nördlich von New Orleans. Vorher sind wir noch an Graceland vorbeigefahren. Wir hatten uns entschlossen keine 46 Dollar pro Person für den Eintritt zum Elvisanwesen zu zahlen. Wir kennen uns sowieso nicht mit Musik aus, deshalb war das Interesse nur begrenzt. Nach etwa 450 Meilen haben wir Natchez erreicht. Um etwas von der Landschaft mitzubekommen haben wir uns entschlossen statt der Interstate wieder eher auf dem Highway-61 zu fahren. Unterwegs haben wir dann große Baumwoll-Plantagen gesehen, die Ernte geschieht heute natürlich maschinell.

Die Landschaft ist ansich nicht beeindruckend, es ist alles flach und weit, aber das gemütliche Fahren bei Tempo 60 Meilen pro Stunde hat einen gut runtergebracht. Außerdem haben wir ja Urlaub und man kann den Blick schweifen lassen. Bei Greenville sind wir dann über den Mississippi gefahren und auf dem Highway-1 im Bundesstaat Arkansas auf der anderen Seite des Mississippi die Landschaft erkundet. Hier war noch weniger los, das Leben scheint hier noch langsamer zu laufen. Dafür sind wir durch Orte mit Namen wie Transelvania gefahren. Na ja, 3 Holzhäuser und 5 Spitzbuben! Aber jedes Kaff hat mindestens 3 Kirchen. Die Amis scheinen hier jede Art des Glaubens voll auszuleben. Kurze Zeit später waren wir dann schon in Louisiana.

Bei Vicksburg, einer Stadt die berühmt wurde durch die gewonnene Schlacht von General Grant im Amerikanischen Bürgerkrieg,  haben wir den Mississippi erneut überquert.  Die Brücke allein ist sehenswert. Danach sind wir wieder auf dem Highway-61 in Richtung Süden gefahren.  30 Meilen später haben wir einen Abzweig genommen zu den Ruinen von Windsor. Mitten im Tropenwald tun sich die Reste eines ehemaligen Plantagen – Hauses auf.

Moskitos und eine Marienkäfer – Plage haben  die Besichtigung etwas abgekürzt,  so dass wir weiter nach Natchez gefahren sind. Dort logieren wir in einem Antebellum-Haus, alles schön alt, man ist in die Zeit um 1850 zurück versetzt. Aber WLAN geht trotzdem!  Unser Zimmer ist schön,  abends konnten wir auf der Terrasse das Zirpen den Grillen und der Geckos belauschen…

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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2 Antworten

  1. Moin ihr Zwei,
    heute mal Sammelsenf, wir lesen hier fleissig mit und freuen uns über die Infos + Foto´s. Hab mal gehört dass das mit dem Spazierengehen gar nicht so enfach ist – weil teilweise die Gehwege fehlen. Weil die Amis kaum laufen gibts halt nur Strasse oder Vorgärten, so die Legende hier… Btw., Repsekt 24.000 Schritte dürften den alten Römern nach ja locker 12 Meilen gewesen sein…das läuft der Durchschnittami doch nicht mal im Monat^^.
    Gibts auch mal Foto´s vom Mississippi mit Schiffen drauf?
    Gruß Andreas

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