Aua!

Heute Morgen konnten wir unser Frühstück an einem schönerem Platz im Hotel einnehmen, am Fenster mit Blick auf die Berge. Wir hatten die sächsisch sprechende Bedienung am Vortag gefragt und es hat geklappt. Sächsisch war neben dem schwäbischen Dialekt, der von den meisten Urlaubern gesprochen wird ja fast eine Wohltat. Ab morgen werde ich mal richtig berlinern. So!!

Die heutige Tour war noch nicht richtig klar, insbesondere Gritti taten die Knochen doch ganz schön weh. Ok, mir auch, aber Indianer kennen keinen Schmerz! Also stand heute eine kleine entspannte Tour an, nur durch den Wald laufen kam für mich allerdings nicht in Frage. Ich brauche Berge mit guter Aussicht. Mein Vorschlag deshalb: wir fahren mit der Fellhorn-Seilbahn nach oben und machen den Panoramaweg. Das Wetter war ja wieder prima, nur für Nachmittags, ab 13 Uhr war Regen laut WetterOnline angesagt. Mein Wetter war besser, ich habe eher auf den späten Nachmittag getippt. Also los! Heute musste mal das Auto bewegt werden, um zur Talstation der Seilbahn zu kommen. Hinein ins Tal in Richtung Einödsbach, was für ein Name für ein Dorf. Am Parkplatz das Auto abgestellt und mit der Allgäu-Gästekarte kostenlos zur Mittelstation Schlappboldsee auf 1.780 m gefahren.

Vorfreude!

Die Fahrt nach oben dauerte schon ein Weilchen, aber die Ausblicke waren dafür wieder schön.

Mit der Seilbahn, links, ging es hoch.

An der Station Schlappboldsee angekommen, haben wir kurz in die Umgebung geschaut und sind dann gleich in die nächste Seilbahn umgestiegen, die uns auf das Fellhorn (2.037 m) bringen sollte. Wir standen in der Seilbahn dicht an dicht, Abstandsregeln wegen Corona, was ist das?

Oben angekommen haben wir einen Blick auf die Gipfel geworfen, die wir gestern bezwungen hatten. Der Erfolg hat kurzfristig die Schmerzen in den Knochen vergessen lassen.

Ok, aber wir waren ja nicht nur zum gucken da, also Blick zum nächsten Gipfel, zum Fellhorn auf 2.068 m. Ist ja ein Klacks, aber unsere Beine wollten erstmal nicht so richtig. Aua, hieß es bei jedem Schritt, aber jammern hilft nicht. Nachdem uns ein paar rüstige Rentner überholt hatten war der Ehrgeiz geweckt. Denn so geht das nicht, das wir von der „Beige-Fraktion“ überholt werden. Meine Beine haben sich nach kurzer Zeit eingelaufen, so dass es immer besser bergauf ging. Gritti hatte etwas mehr zu tun in Schritt zu kommen, aber irgendwann ging es auch bei ihr. Es waren wieder jede Menge Wanderer unterwegs, heißt wir folgten einfach der Karawane.

Fellhorn, 2.068 m

Ab dem Gipfel sind wir dem Blumen- und Wanderlehrpfad auf dem Gebirgsgrat entlang bis zum Schlappboldkopf (1.968 m) und noch etwas weiter auf einem etwas niedrigeren Berggipfel gefolgt.

Dort haben wir wieder eine ausgiebige Picknickpause eingelegt und die Aussicht ins Tal nach Oberstdorf genossen. Eigentlich wollte ich meine Drohne steigen lassen aber es waren mir einfach zu viele Leute unterwegs und ich wollte vermeiden, dass Fragen kommen wie: „Dürfen sie das?“

Nach dem Picknick ging es dann bergab in Richtung Schlappbold-Alpe, die wir links liegen ließen, um weiter in Richtung Mittelstation der Seilbahn zu laufen. Das Wetter änderte sich auch deutlich, es bildeten sich mehr Wolken, die auch bedrohlich aussahen. Unterwegs sind wir noch an einem kleinen Gebirgssee vorbeigekommen. Das Wasser war glasklar, aber ar….-kalt! Die Hunde schien das nicht zu stören, die mancher Wanderer dabei hatte. An der Seilbahn angekommen haben wir uns spontan entschlossen nochmal nach ganz oben zu fahren, schließlich hatten wir noch Zeit und die Seilbahn kostete uns nichts. Also nochmal rauf!

Die Kühe haben manchen Wanderer abgeschleckt, sie dachten wohl es sind Salzsteine – wegen des Schweißes.
Schlappboldsee

Oben nochmal das Panorama genossen, bevor es mit der Seilbahn wieder bis ganz nach unten ging. Es war so gegen 15 Uhr und wir waren unterzuckert. Gritti hatte die Idee das schöne Café in Oberstdorf aufzusuchen, welches wir 2 Tage vorher entdeckt hatten, um dort solch leckere Sachen wie „Ofenschlupfer“ und „Grießquarkauflauf“ zu genießen. Dort angekommen haben wir das Kuchenbuffet entdeckt und konnten uns gar nicht entscheiden. Am liebsten alles! Aber die Vernunft hat gesiegt und es blieb bei den oben genannten, und die waren sowas von lecker….

Vanille-Soße war ganz wichtig!

Nachdem der Zuckerspiegel wieder im Lot war sind wir ins Hotel gefahren, um noch einen Saunagang zu machen. Unterwegs ging der Regen mit Gewitter los. Es war 17:30 Uhr! So WetterOnline, wessen Prognose war besser? Natürlich meine!

Nach dem Saunagang schön auf die überdachte Außenterrasse gelegt und die Blitze des Gewitters gezählt. Es war wieder ein schöner Tag!

Ab in den Stall! Jeden Morgen und Abend werden die Rindviecher an unserem Hotel vorbei getrieben.
Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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