Süßes Nichtstun

Der 

Ist das Schnee? ?

Meine Drohne musste ich noch fliegen lassen, bevor wir den Rückweg zum Auto angetreten sind. Anschließend sind wir auf einen benachbarten Hügel aufgestiegen, um einen noch besseren Blick auf den Ort zu haben. Den eigentlichen Aufstiegsweg haben wir nicht gefunden, so dass wir quer über die Kuhweite gelaufen sind. Oben angekommen wartete eine Bank auf uns, hier haben wir kurz Picknick gemacht (1 Apfel) und haben uns die Sonne auf die Haut scheinen lassen. Abwärts haben wir den Weg auch nicht gefunden und mussten deshalb einen Stacheldrahtzaun übersteigen.

Weihnachtsbaum mal anders

Zurück am Hotel haben wir vom Balkon für ein paar Minuten dem Treiben auf der Skipiste zugeschaut. Es war heute wenig Betrieb, vielleicht lag es am Neujahrstag, bei dem die Leute doch länger zum ausnüchtern brauchen.

Wir sind danach nach Abtenau zum Marktplatz gelaufen, hier sollte unsere geführte Tour durch den Ort losgehen. Die Tour nannte sich Katerwanderung und sollte ca. 2 Stunden dauern. Maria, unser Tourguide (wie heißt das eigentlich gendergerecht? ?) nahm uns in Empfang und dann ging es schon los. Es war im Prinzip die gleiche Runde um den Egelsee, den wir am ersten Tag in Abtenau gemacht hatten, aber es sollten diesmal ein paar Einlagen stattfinden. Der erste Stopp war auf einer Anhöhe mit Blick auf Abtenau und die Berge dahinter. Hier spielten uns 5 Blasmusiker ein kleines Ständchen. War toll wie sie gespielt haben und mit dem Hintergrund fast schon kitschig.

Weiter ging es dann in Richtung Egelsee, der deswegen so heißt, weil hier Blutegel drin leben und auch noch für medizinische Zwecke gefangen werden. Der See steht unter Naturschutz, früher durften die Einheimischen noch darin baden. Nette Vorstellung, wenn man nach dem Baden die Blutegel am Körper sitzen hat.

Vorher kamen wir noch an einem kleinen Waldstück vorbei, aus dem schreckliche Rufe klangen und kurz danach waren die in tollen Kostümen verkleideten Perchten (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Percht) zu sehen. Wir hatten vor unserer Reise davon gelesen, waren nun aber überrascht, dass wir sie noch sehen würden. Die Kostüme waren prächtig ausgestattet und zumindest für Kinder furchteinflössend. Nachts möchte ich ihnen nicht begegnen, da würde ich mich auch gruseln. Mit lauten Geschrei und großen Glocken sind sie um uns drumherum gesprungen und haben dem einen oder anderen kräftig ins Bein gekniffen. Gritti hat davon blaue Flecke bekommen ?.

Wir fanden diese Einlage mit den Perchten war toll. Unter den Kostümen waren fast nur junge Leute – schön, wenn diese Tradition erhalten bleibt.

Weiter ging es zum nächsten Höhepunkt, einer Schnapsverkostung. Es wurden verschiedene Schäpse, wie Obstler und Liköre angeboten. Sie hatten ordentlich Umdrehungen, für meinen Geschmack zu heftig. Aber egal, Alkohol lassen wir nicht umkommen, also nicht viel schnacken, Kopf in Nacken.

Einen oder beide…?

Nun ging es zurück zum Ortszentrum, unterwegs konnten wir noch das von der Restsonne angeleuchtete Dachsteinmassiv mit der “Bischofsmütze“ am Horizont bestaunen. Winter in den Alpen hat was.

Ganz hinten das Dachsteinmassiv

Am Marktplatz angekommen, haben wir beide auf unseren Schrittzähler geschaut: beide über 19.000 Schritten. Für einen Neujahrstag nicht schlecht, fanden wir und waren der Meinung, dass wir den Tag mit einem schönen Glühwein beenden könnten. Die Idee hatten einige andere Mitwanderer auch.

Danach haben wir noch einen Abstecher in die Katholische Kirche gemacht, um zu beichten – jeder für sich ?. Die Kirche war noch weihnachtlich geschmückt, es sah sehr festlich aus.

Jedes Grab hat sein Licht, es hatte was Besonderes.

Nun noch zum Hotel laufen, es wurde schon deutlich kühler, die Nacht sollte frostig werden. Somit haben wir den letzten Tag sehr aktiv abschließen können, was uns gut getan hat. Morgen geht unser kurzer Winterurlaub schon zu Ende…

Rückweg zum Hotel

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Wir sind Grit & Micha aus Berlin und bezeichnen uns selbst als junggebliebene Weltenbummler, auch wenn wir beide schon 50+ sind.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir das Fernweh, welches doch erst dann entstanden ist ausleben. Nach der ersten gemeinsamen Reise 1991 nach Barcelona hatten wir „Blut geleckt“ und konnten seitdem viele weitere Länder in der Welt bereisen.

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